DSWV erwartet bis zu einer Milliarde Euro an Wettumsatz während der FIFA-Weltmeisterschaft 2026
Geschrieben von Lars Bauer · 25.7.2026

DSWV erwartet bis zu einer Milliarde Euro an Wettumsatz während der FIFA-Weltmeisterschaft 2026

Prognosen des Deutschen Sportwettenverbands für das Turnier 2026
Der Deutsche Sportwettenverband DSWV hat jüngst Berechnungen vorgelegt, die ein Gesamtwettvolumen von nahezu einer Milliarde Euro während der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko erwarten lassen, während zugelassene Anbieter davon 600 bis 700 Millionen Euro abschöpfen könnten und bis zu 400 Millionen Euro auf illegale Plattformen abfließen, weil die geltenden Regeln restriktiv ausgestaltet sind.
Mathias Dahms als Präsident des Verbands hebt hervor, dass es realistische Chancen gibt, Spieler gezielt zu regulierten Anbietern zu lenken und gleichzeitig den Verbraucherschutz zu stärken, wobei die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder GGL auf eine offizielle Untersuchung verweist, die eine Kanalisierungsquote von 77 Prozent in den legalen Markt ausweist.
Details zur erwarteten Marktverteilung und rechtlichen Rahmenbedingungen
Die Zahlen des DSWV basieren auf einer Analyse des bisherigen Wettverhaltens bei großen internationalen Sportveranstaltungen und berücksichtigen die spezifischen Einschränkungen des deutschen Glücksspielstaatsvertrags, der Werbeverbote und Anmeldepflichten vorsieht, sodass ein Teil des Volumens weiterhin außerhalb der lizenzierten Strukturen stattfinden könnte.
Die GGL verweist dabei auf die Studie, die eine Kanalisierungsrate von 77 Prozent belegt, und verlinkt die zugrundeliegenden Daten auf der Seite der Behörde unter gluecksspiel-behoerde.de, wo detaillierte Erhebungen zur Wirksamkeit der Regulierung abrufbar sind.
Einfluss restriktiver Vorschriften auf illegale Angebote
Beobachter des Marktes stellen fest, dass die aktuellen Beschränkungen bei Werbung und Angeboten dazu führen können, dass bis zu 400 Millionen Euro in unregulierte Kanäle fließen, während die legalen Betreiber gleichzeitig durch verbesserte Zugänglichkeit und klare Schutzmechanismen mehr Spieler gewinnen sollen, wie Dahms in seiner Stellungnahme ausführt.

Position des Verbands und Maßnahmen zur Spielersicherheit
Der DSWV betont in seinen Ausführungen, dass eine stärkere Hinlenkung zu lizenzierten Plattformen nicht nur das Volumen bei regulierten Anbietern erhöht, sondern auch den Schutz der Spieler verbessert, da dort Alterskontrollen, Einzahlungslimits und Suchtprävention verpflichtend sind, während illegale Angebote diese Standards nicht erfüllen.
Im Juli 2026, kurz vor Beginn des Turniers, werden diese Prognosen von Branchenvertretern weiter diskutiert, da die Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft bereits laufen und die rechtlichen Rahmenbedingungen bis dahin möglicherweise angepasst werden, um die Kanalisierungsquote weiter zu erhöhen.
Zusammenfassung der zentralen Erwartungen und zukünftigen Entwicklungen
Die von Dahms und dem DSWV präsentierten Schätzungen zeigen ein Gesamtwettvolumen von fast einer Milliarde Euro, bei dem der legale Sektor 600 bis 700 Millionen Euro erreichen soll, während der illegale Bereich maximal 400 Millionen Euro beanspruchen könnte, falls die restriktiven Regeln unverändert bleiben, und die GGL mit der 77-prozentigen Kanalisierungsrate eine solide Grundlage für weitere Optimierungen sieht.
Conclusion
Zusammengefasst liefert die aktuelle Einschätzung des Deutschen Sportwettenverbands eine klare Projektion für die Weltmeisterschaft 2026, die auf bestehenden Marktdaten und regulatorischen Rahmenbedingungen fußt und sowohl die Chancen für lizenzierte Betreiber als auch die Risiken durch unregulierte Angebote transparent darlegt.